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Blut spenden hilft allen

Mangelware Blut

Ob bei einer Operation, bei Geburtskomplikationen oder einem schweren Unfall -Bluttransfusionen können Leben retten. Damit genügend davon zur Verfügung steht, müssen Gesunde Blut spenden. Doch wer ist dafür geeignet, und was muss man darüber wissen?

Immer weniger wollen Blut spenden

Jeden Tag werden in Deutschland etwa 15000 Blutspenden benötigt. Der Bedarf wird jedoch meist nur gerade so gedeckt, vor allem im Sommer mangelt es urlaubsbedingt an Blutspenden. Zudem sinkt laut Deutschem Rotem Kreuz die Bereitschaft, Blut abzugeben. Insbesondere die Zahl der Erstspender*innen nimmt kontinuierlich ab: 2024 sank sie um 6 %, 2025 abermals um 2 %auf 283054.

Blut spenden nützt allen

Wer Blut spendet, hilft nicht nur anderen. Zwar gibt es keine Bezahlung. Dafür wird das Blut aber labordiagnostisch auf Hepatitis- und HI-Viren untersucht. Regelmäßiges Blutspenden kann außerdem den Blutdruck positiv beeinflussen. Es wird auch diskutiert, ob Blutspenden das Immunsystem stärkt – wissenschaftlich gesichert ist das jedoch nicht.

Wer darf spenden?

Spender*innen müssen mindestens 18 Jahre alt sein und wenigstens 50 kg wiegen. Sie dürfen keine offenen Wunden haben und sollten sich fit und gesund fühlen. Außerdem müssen die Blutwerte stimmen: 

  • Der Wert für den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) soll bei Frauen mindestens 12,5 g/dl betragen, bei Männern 13,5 g/dl. 
  • Der Puls sollte in Ruhe zwischen 50 und 110/min betragen, der Blutdruck bei 100-180 mmHg systolisch und unter 100 mmHg diastolisch liegen.

Abgenommen werden bei einer Blutentnahme etwa 500 ml. Zwischen zwei Vollbutspenden müssen mindestens acht Wochen liegen. Frauen dürfen viermal, Männer maximal sechsmal pro Jahr spenden.

Vorher und nachher genug trinken

Vor der Spende sollte man ausreichend essen und trinken, auch danach empfiehlt sich Flüssigkeit und eine kleine Mahlzeit. Oft wird in der Folgezeit zu einer eisenreichen Ernährung geraten. Am Tag der Blutspende ist es besser, auf anstrengende körperliche Aktivitäten zu verzichten.

In manchen Fällen dürfen auch Gesunde zumindest vorübergehend kein Blut spenden. Während einer Schwangerschaft, sechs Monate nach der Geburt und während der Stillzeit ist Blutspenden zum Schutz der Mutter verboten. Auch nach größeren Operationen muss sich der Körper erst einmal erholen, weshalb das Blutspenden für mindestens vier Monate nicht erlaubt ist.

Blutspende verboten - zum Schutz der Empfänger*innen

Oberstes Gebot ist zudem, die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Deshalb darf auch in diesen Situationen kein Blut gespendet werden: 

  • In der ersten Woche nach einer leichten Erkältung und in den ersten vier Wochen nach einem fiebrigen Infekt. 
  • In den ersten vier Wochen nach der letzten Einnahme eines Antibiotikums. 
  • In den ersten vier Monaten nach Tätowierungen oder Piercings (denn auch hierbei kann es zu Infektionen kommen). 
  • In der ersten Woche nach einem operativen Zahneingriff.
  • In den ersten vier Wochen nach einer Lebendimpfung (z.B. Masern, Röteln).

Dauerhaft ausgeschlossen von der Blutspende sind Drogenkonsument*innen und Menschen mit risikoreichem Sexualverhalten. Diese Gruppen haben generell ein hohes Risiko für Infektionskrankheiten wie HIV und Hepatitis und könnten die Erreger mit der Blutspende weitergeben.

Ob die Einnahme von Medikamenten gegen eine Blutspende spricht, muss die behandelnde Ärzt*in entscheiden. Die Antibabypille gilt nicht als Ausschlusskriterium.

Quelle: ptaheute

Quelle: Dr. med. Sonja Kempinski
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Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.

Risikofaktor Schlafmangel

Schlaf ist elementar für das Wohlbefinden. Unter anderem ist er nötig, damit sich der Körper regeneriert, Informationen und Emotionen verarbeitet werden und das Immunsystem gut arbeitet. Zu wenig Schlaf macht sich entsprechend recht schnell bemerkbar: Man ist gereizt, kann sich schlechter konzentrieren und ist allgemein weniger leistungsfähig. Längerfristig erhöht Schlafmangel das Risiko für ernste Erkrankungen wie Depressionen, Bluthochdruck oder Diabetes.

17 Organsysteme untersucht

Dass auch zu viel Schlaf nicht gesund ist, haben Forschende schon länger vermutet. Eine neue Studie hat nun untersucht, wie sich zu viel Schlaf auf die Alterung auswirkt. Dafür entwickelten sie ein Modell, in das sie die Daten von einer halben Million Menschen eingaben. 17 Organsysteme konnten die Forschenden so in Bezug auf die Alterung beurteilen.

Auslöser für Altersdepressionen?

Das Fazit lautet: Ideal sind 6,4 bis 7,8 Stunden Schlaf. Längere oder kürzere Schlafzeiten sorgen wohl dafür, dass die Organe schneller altern. In Verbindung mit zu langem Schlaf zeigten sich vor allem Erkrankungen wie Altersdepression, Asthma, chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen und Magenprobleme. Die Forschenden betonen aber auch: Es sind weitere Studien nötig, um die Ergebnisse zu überprüfen. Nur so lässt sich eine Kausalität sicher feststellen – also, dass zu wenig Schlaf auch der wirkliche Verursacher der Probleme ist.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Quelle: Sara Steer
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Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.

Schlaganfallrisiko nimmt zu

Besonders besorgniserregend ist der Zusammenhang zwischen Hitze und Schlaganfällen, warnt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Studien zeigen, dass hohe Temperaturen und vor allem sehr warme Nächte das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Während Hitzewellen steigt zudem die Sterblichkeit nach einem Schlaganfall. Fachleute vermuten, dass Flüssigkeitsmangel, Veränderungen der Blutgerinnung und eine stärkere Belastung des Herz-Kreislauf-Systems dabei eine wichtige Rolle spielen.

Neurologische Erkrankungen werden verstärkt

Doch nicht nur das Schlaganfallrisiko nimmt bei Hitze zu. Auch Menschen mit neurologischen Erkrankungen werden durch Hitze besonders gefährdet. Bei Multipler Sklerose können hohe Temperaturen bestehende Beschwerden wie Seh- oder Gefühlsstörungen verstärken. Auch ihre Probleme mit der Bewegung verschlimmern sich unter Hitze häufig. Letzteres gilt gleichermaßen für Menschen, die unter Parkinson leiden.

Für Menschen mit Demenz stellen Hitzewellen ebenfalls eine große Herausforderung dar. Sie verspüren Durst oft weniger deutlich, trinken zu wenig oder erkennen Warnzeichen einer Überhitzung nicht rechtzeitig. Dadurch steigt das Risiko für Verwirrtheitszustände bis hin zu einem Delir, einer akuten und potenziell lebensbedrohlichen Störung der Gehirnfunktion.

Digitale Warnsysteme und Selbsthilfe

Die DGN unterstützt deshalb die Forderung nach besseren Schutzmaßnahmen. Dazu gehören hitzeresiliente Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Rehabilitationszentren mit ausreichenden Kühlmöglichkeiten. Auch digitale Hilfen wie personalisierte Warnsysteme oder spezielle Schlaganfall-Warn-Apps könnten künftig dazu beitragen, gefährdete Menschen frühzeitig zu schützen.

Schon heute können Betroffene und ihre Angehörigen einiges selbst tun, um sich vor den Hitzefolgen zu schützen: 

  • An heißen Tagen sollte ausreichend getrunken werden, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen. 
  • Körperliche Anstrengungen gehören möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. 
  • Wohnräume sollten tagsüber abgedunkelt und nachts gelüftet werden. 
  • Besonders wichtig ist es, ältere Angehörige oder Menschen mit neurologischen Erkrankungen regelmäßig zu unterstützen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Quelle: DGN

Quelle: Dr. med. Sonja Kempinski
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Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?

Schreien ist normal

Schreien ist für Säuglinge in den ersten Lebenswochen typisch, selbst wenn es über Stunden geht. So sind bei einem sechs Wochen alten Baby fast drei Stunden Schreien pro Tag noch im „grünen“ Bereich, sagt Georgia Ortner, Kinderärztin am Universitätsklinikum Düsseldorf.

Eine der häufigsten Gründe für ausgedehntes Schreien sind Säuglingskoliken. Dabei handelt es sich um unerklärliche, anhaltende Schreiattacken bei ansonsten gesunden Babys im ersten Trimenon (also im Alter zwischen zwei Wochen und vier Monaten). Die Schreiphasen treten länger als drei Stunden täglich an mehr als drei Tage pro Woche auf, besonders häufig am Abend und in der Nacht. Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt. Man geht u.a. von einer Mischung aus unausgereiftem Verdauungssystem, Luftschlucken und Überreizung durch Stress aus.

Nur sehr selten steckt eine ernsthafte Erkrankung hinter starkem Schreien. Dennoch gibt es Warnzeichen, die abgeklärt werden sollten. Dazu gehören Fieber, Erbrechen, auffällige Stühle, Trinkschwäche, Gewichtsverlust oder eine ausbleibende Gewichtszunahme. Auch wenn das Schreien ungewöhnlich schrill wirkt oder über das fünfte Lebensmonat hinaus anhält, sollte immer eine kinderärztliche Untersuchung erfolgen.

Was Eltern tun können

Bei Säuglingskoliken ist für Eltern das Wichtigste ist zu wissen, dass sie nicht schuld sind. Das Schreien ist kein Zeichen dafür, dass sie etwas falsch machen. Oft hilft es schon, sich zu gegenwärtigen, dass diese Phase meist nach wenigen Monaten deutlich nachlässt. Bewährt haben sich einfache Maßnahmen wie 

  • regelmäßige Tagesabläufe, 
  • viel Körperkontakt
  • das Tragen im Tragetuch und 
  • sanfte Bauchmassagen.

Hilfreich ist zudem ein Schrei- und Schlafprotokoll. So lassen sich Muster erkennen und Fortschritte besser einschätzen. Wer sich überfordert fühlt, sollte unbedingt Unterstützung annehmen. Kinderärzt*innen, Hebammen, Familienberatungsstellen oder Schreiambulanzen können Eltern entlasten und wertvolle Tipps geben.

Keine Diäten und nicht schütteln!

Manchmal werden auch Medikamente gegen Blähungen empfohlen. Allerdings gibt es für Präparate wie Dimeticon bei Säuglingskoliken keine überzeugenden wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweise. Auch strenge Diäten der stillenden Mutter oder das Weglassen bestimmter Lebensmittel sollten – wenn überhaupt – nur nach ärztlicher Empfehlung erfolgen. Solche Maßnahmen haben meist wenig Nutzen und stressen die Familien zusätzlich.

Anhaltendes Schreien kann Eltern körperlich und seelisch stark belasten. Wer merkt, dass Verzweiflung, Wut oder Erschöpfung überhandnehmen, sollte das Kind sicher ablegen, den Raum kurz verlassen und Unterstützung holen. Ein Baby darf niemals geschüttelt werden. Denn ein Schütteltrauma kann schwerste Hirnschäden verursachen.

Quelle: Ärztezeitung

Quelle: Dr. med. Sonja Kempinski
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Augentropfen: 10 häufige Fehler

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.

Fehler vermeiden -von Schütteln bis Anwärmen

  1. Die Augentropfen sind kalt. Durch die zu niedrige Temperatur lösen sie einen verstärkten Lidschlag aus. Der Wirkstoff wird dann zu schnell vom Auge "weggeblinzelt". Wärmen Sie Augentropfen vor der Anwendung also am besten in der Hand etwas an.
  2. Schütteln vergessen. Wässrige Augentropfen müssen vor der Anwendung gut geschüttelt werden. Denn die Wirkstoffe setzen sich oft am Boden der Flasche ab und verteilen sich erst durch das Schütteln wieder gleichmäßig in der Flüssigkeit.
  3. Die Spitze der Augen berührt die Hände, Lider oder Augen. Augentropfen können schnell verkeimen und sollten deswegen kontaktlos verwendet werden. Im Zweifel sollten Sie lieber ein neues Fläschchen besorgen.
  4. Mehrere Personen teilen sich die Augentropfen. Jedes Fläschchen darf nur von einer Person verwendet werden. Die Gefahr ist sonst groß, dass Keime von Auge zu Auge wandern.
  5. Blinzeln nach dem Eingeben der Augentropfen. Versuchen Sie, direkt nach dem Einträufeln nicht zu blinzeln. Sonst wird der Wirkstoff zu schnell vom Auge abtransportiert. Es kann helfen, beim Eingeben mit den Augen fest einen Punkt zu fixieren.
  6. Mehrere Tropfen gelangen ins Auge. Das Auge kann nur einen Tropfen Flüssigkeit aufnehmen. Geben Sie mehr ins Auge, waschen Sie den Wirkstoff aus, anstatt die Wirkung zu steigern.
  7. Unverschlossen lagern. Augentropfen müssen immer mit geschlossener Schutzkappe gelagert werden, um eine Verunreinigung zu verhindern.
  8. Bei falscher Temperatur lagern. Auf der Packungsbeilage können Sie nachlesen, ob Sie die Augentropfen bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank lagern müssen.
  9. Haltbarkeitsdauer überschritten. Halten Sie sich streng an die angegebene Haltbarkeitsdauer – diese beträgt manchmal nur einige Tage. Auch wenn das Fläschchen noch nicht leer ist, dürfen Sie das Medikament danach nicht mehr anwenden, weil es möglicherweise verkeimt ist.
  10. Kontaktlinse im Auge. In aller Regel müssen Sie die Kontaktlinsen herausnehmen, ehe Sie die Augentropfen verwenden. Besprechen Sie sich dazu mit Ihrer Augenärzt*in oder Ihrer Apotheker*in.

Tipp: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das richtige Eingeben von Augentropfen finden Sie hier.



Quelle: Sara Steer
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